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Portfolio-Baukasten: Baue dein ETF-Weltportfolio
50/30/20? Welt plus Europa? Mit oder ohne Sicherheitsbaustein? Schieb die Regler und sieh sofort, wie dein Portfolio aussieht: Kuchendiagramm, Länderaufteilung und die Klumpenrisiken, über die kaum jemand spricht.
Deine Aufteilung
Länder-/Regionenaufteilung deines Aktienanteils (ca., gerundet)
Top-Länder exakt laut MSCI-Factsheets (Ende Mai 2026), weitere Positionen Näherungswerte.
Branchenaufteilung deines Aktienanteils (exakt lt. MSCI-Factsheets)
Was dir dein Portfolio sagt
Die Bausteine erklärt
MSCI World
1.283 große und mittelgroße Unternehmen aus 23 Industrieländern (Stand: Mai 2026) – das Fundament der meisten Weltportfolios. Wichtig zu wissen: „World" heißt nicht ausgewogen, der USA-Anteil liegt bei über 70 Prozent. ETFs auf diesen Index gibt es von allen großen Anbietern (z. B. iShares, Xtrackers, Amundi, Vanguard – als „FTSE Developed World").
MSCI Emerging Markets
1.178 Unternehmen aus 24 Schwellenländern (Stand: Mai 2026) wie Indien, Taiwan, China und Brasilien. Ergänzt das Weltportfolio um die Wachstumsregionen, die im MSCI World fehlen – bringt aber auch höhere Schwankungen mit. Der Klassiker als Beimischung von 10 bis 30 Prozent des Aktienanteils.
MSCI World Small Cap
3.895 kleinere börsennotierte Unternehmen der Industrieländer (Stand: Mai 2026). Small Caps haben historisch langfristig eine leicht höhere Rendite geliefert („Size-Prämie"), schwanken dafür stärker. Wer sie beimischt, deckt zusammen mit World und EM praktisch den gesamten Weltaktienmarkt ab.
MSCI Europe (Zusatzgewicht)
397 Unternehmen aus 15 europäischen Ländern (Stand: Mai 2026). Achtung, beliebter Denkfehler: Europa steckt bereits im MSCI World – dieser Baustein ist also ein bewusstes Übergewicht, etwa um den hohen USA-Anteil zu senken. Das ist legitim, sollte aber eine bewusste Entscheidung sein.
MSCI Europe Small Cap (Zusatzgewicht)
840 kleinere europäische Unternehmen (Stand: Mai 2026) – die Kombination aus Europa-Übergewicht und Size-Prämie. Auffällig ist der hohe Großbritannien-Anteil von knapp 30 Prozent. Auch hier gilt: Das ist ein bewusstes Zusatzgewicht zu dem, was in World und World Small Cap bereits steckt.
Sicherheitsbaustein (Geldmarkt / kurzlaufende Anleihen)
Der risikoarme Teil des Portfolios: Geldmarktfonds (Overnight-Zins) oder ETFs auf kurzlaufende Anleihen höchster Bonität, etwa deutsche Staatsanleihen mit maximal einem Jahr Restlaufzeit. Er dämpft die Schwankungen des Gesamtportfolios – kostet dafür langfristig Rendite. Wie diese Bausteine genau funktionieren, erkläre ich im Ratgeber zu Geldmarktfonds.
Oder alles in einem ETF? Die Weltindizes für die 1-ETF-Lösung
Wer keine Bausteine kombinieren und kein Rebalancing machen will, nimmt einen Index, der Industrie- und Schwellenländer bereits kombiniert – das entspricht grob der Kombination World + Emerging Markets nach Marktkapitalisierung, in einem einzigen ETF:
MSCI ACWI (All Country World Index)
Rund 2.500 große und mittelgroße Unternehmen aus 23 Industrie- und 24 Schwellenländern – praktisch der MSCI World und der MSCI Emerging Markets in einem Index, aktuell etwa im Verhältnis 90/10 nach Marktkapitalisierung. Wer den ACWI bespart, hat die Gewichtung zwischen Industrie- und Schwellenländern dauerhaft „auf Autopilot".
FTSE All-World
Das Gegenstück vom Indexanbieter FTSE Russell und in Deutschland durch entsprechende ETFs besonders bekannt: über 4.000 Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern. Der Unterschied zum ACWI liegt im Detail – FTSE fasst die Grenze zwischen groß und mittelgroß etwas weiter und zählt z. B. Südkorea zu den Industrieländern. Für die Praxis sind beide nahezu gleichwertig.
MSCI ACWI IMI (Investable Market Index)
Die maximale Breite: rund 8.000 Unternehmen – Industrie- und Schwellenländer inklusive Small Caps. Damit deckt ein einziger Index ungefähr das ab, was du im Baukasten mit World + EM + Small Cap nachbaust.
Wichtig: Dieser Baukasten ist ein Lern- und Veranschaulichungs-Tool. Die Länderaufteilungen stammen aus den offiziellen MSCI-Factsheets (Stand: Ende Mai 2026) und ändern sich mit den Märkten. Das Tool spricht keine Empfehlung aus, bewertet deine persönliche Situation nicht und stellt keine Anlageberatung dar – welche Aufteilung zu dir passt, hängt von deinen Zielen, deinem Anlagehorizont und deiner Risikotragfähigkeit ab.
Vom Spielen zum echten Depot
Welche Aufteilung passt wirklich zu dir?
Der Baukasten zeigt dir das Was – im 1:1 Geldanlage-Coaching klären wir das Warum: Wir entwickeln die Aufteilung, die zu deinem Leben passt, und setzen sie beim Umsetzungstermin gemeinsam in deinem Depot um.
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