Ratgeber

Riester-Rente ins Altersvorsorgedepot übertragen: Deine Optionen im Überblick

Von Alexander Merget, ehem. Honorar-Finanzanlagenberater (§34h GewO) · Stand: Juli 2026

Rund 15 Millionen Riester-Verträge gibt es noch in Deutschland – und Millionen Sparer stellen sich gerade dieselbe Frage: Was mache ich mit meinem Vertrag, wenn 2027 das Altersvorsorgedepot kommt? Die gute Nachricht vorweg: Es gibt keinen Zeitdruck und keine automatische Umwandlung. Dein Riester-Vertrag läuft unverändert weiter, bis du dich entscheidest. Aber entscheiden solltest du dich bewusst – denn die Unterschiede zwischen den Optionen sind über die Jahre viel Geld wert.

Option 1: Riester einfach weiterlaufen lassen

Bestandsverträge behalten ihre Förderung – du bekommst weiter Zulagen und Steuervorteile nach den alten Regeln. Das kann sinnvoll sein, wenn dein Vertrag geringe Kosten hat, du kurz vor der Rente stehst oder einen Wohn-Riester nutzt. Der Haken: Die 100-Prozent-Beitragsgarantie zwingt deinen Anbieter weiterhin in renditearme Anlagen – bei langen Restlaufzeiten kostet dich genau das die Rendite, die das neue Depot bieten könnte.

Option 2: Beitragsfrei stellen

Du zahlst nichts mehr ein, der Vertrag bleibt bestehen. Das Guthaben liegt weiter beim alten Anbieter, neue Zulagen gibt es ohne Eigenbeiträge aber nicht mehr. Diese Option ist oft nur ein Parkplatz – sinnvoll, wenn du dir die Übertragung fürs neue Jahr aufheben willst, ohne weiter in einen teuren Vertrag einzuzahlen.

Option 3: Ab 2027 ins Altersvorsorgedepot übertragen

Der spannendste Weg für die meisten: Du überträgst dein Riester-Guthaben förderunschädlich in ein Altersvorsorgedepot – alle bisherigen Zulagen und Steuervorteile bleiben erhalten, und dein Kapital kann endlich ohne Garantie-Korsett in ETFs arbeiten. Ab dem Wechsel gelten die neuen Regeln: bis zu 540 € Grundzulage, 300 € je Kind (alle Details im großen AVD-Überblick).

Worauf du bei der Übertragung achten solltest:

Option 4: Kündigen – meist die schlechteste Wahl

Bei einer Kündigung musst du sämtliche erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen (förderschädliche Verwendung) – oft bleibt vom Rückkaufswert erschreckend wenig übrig. Seit die förderunschädliche Übertragung ins AVD möglich ist, gibt es kaum noch ein Szenario, in dem die Kündigung die beste Option ist. Wenn du mit deinem Riester unzufrieden bist: übertragen statt kündigen.

Für wen lohnt sich welcher Weg?

Als Faustregel: Je länger dein Anlagehorizont und je teurer dein aktueller Vertrag, desto stärker spricht alles für die Übertragung ins Altersvorsorgedepot. Je näher die Rente und je besser die Konditionen deines Bestandsvertrags, desto eher lohnt das Behalten. Dazwischen entscheidet der Einzelfall – deine Vertragskosten, die Garantien, deine Steuersituation und deine Risikobereitschaft.

Dein Weg zum Altersvorsorge-Depot

Im AV-Depot-Workshop gehen wir gemeinsam durch Anbieterwahl, ETF-Auswahl und den Riester-Wechsel – Start Ende 2026, damit du ab Januar 2027 loslegen kannst. Trag dich unverbindlich ein und erfahre als Erstes, wann es losgeht.

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Transparenz & Haftung: Dieser Artikel gibt meine persönliche Einschätzung und Recherche wieder (Stand: Juli 2026) und dient ausschließlich der allgemeinen Information und finanziellen Bildung. Er stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar und berücksichtigt nicht deine individuelle Situation. Trotz sorgfältiger Recherche übernehme ich keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte. Gesetzliche Regelungen können sich ändern. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.